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Die Geschichte der Hunger-Gruppe beginnt 1945 im sächsischen Frankenberg.

Die Ursprünge einer Erfolgsgeschichte

Die Geschichte der Hunger-Gruppe beginnt 1945 im sächsischen Frankenberg. 

Aus dem Krieg zurückgekehrt, übernimmt Walter Hunger eine alte Schmiede. Drei Jahre später konstruiert der damals 23-jährige Vollwaise seine erste hydraulische Lkw-Kippanlage. Das wichtigste Bestandteil war ein Federbein, das er aus einem Flugzeugwrack demontierte. Dann geht es Schlag

auf Schlag: Im sächsischen Frankenberg werden mit den ersten Mitarbeitern Hydraulikpumpen, Ventile und Teleskopzylinder produziert, in Lkw und Anhänger eingebaut und vertrieben. Es entstehen bahnbrechende Neukonstruktionen, wie der erste 8-Tonnen Anhänger mit  Bremsluftkippwerk. Ein 3-Tonnen Lkw wird erstmals mit motorhydraulischer Kippvorrichtung ausgestattet.

Die Flucht aus den Klauen des Sozialismus

Der zügige und stürmische Aufschwung der noch jungen Firma wird zehn Jahre später jäh gestoppt.

Walter Hunger vergrößert 1957 das Stammwerk in Frankenberg, wo mittlerweile  auch  Überkopflader  und  Planierraupen produziert werden. Im gleichen Jahr erwirbt er eine Fabrikanlage in Chemnitz, wohin die mechanische Abteilung, die Galvanik und der Bau der Tieflader TL 40 und TL 80  verlagert  werden. 

1958 pachtet er einen Kraftfahrzeugbetrieb, der es auf eine Gesamtfläche von 5.000 qm bringt. Doch der politische Kurs in der ehemaligen DDR macht es dem Privatunternehmer durch verschärfte Steuergesetze und staatlich geregelten Vertrieb immer schwerer. 

Die drohende  Sozialisierung der Privatbetriebe treibt Walter Hunger mit seiner Familie und einigen Mitarbeitern zur Flucht in den Westen. Zurück im Osten bleiben Werke in Frankenberg, Chemnitz und Leipzig sowie  mehr als 1.000 Mitarbeiter.

Der Neubeginn in Lohr am Main

Walter Hunger steht vor dem Nichts. Gemeinsam mit einigen ebenfalls geflüchteten Mitarbeitern startet er einen Neuanfang im fränkischen Lohr. 

Schon im Vorfeld bestanden Pläne der Zusammenarbeit mit einer ortsansässigen Hydraulikfirma. Doch führen die Verhandlungen nicht zum gewünschten Erfolg und die meisten seiner mit ihm geflohenen Angestellten verlassen Walter Hunger. 

Der damalige Bürgermeister Dr. Nebel stellte daraufhin erfolgreich den Kontakt zur Firma Rexroth her. Im November 1958 wird die Walter Hunger Comp. OHG gegründet. Walter Hunger bringt seine Patente und sein ganzes Können ein. Die Firma Rexroth stellt im ersten halben Jahr die Räumlichkeiten und das Geld zur Verfügung. 

Auf einem neu erworbenen Grundstück in der Rodenbacher Straße wird 1959 das erste Fertigungs- und Verwaltungsgebäude errichtet. Bereits Mitte 1959 kann mit der Fertigung begonnen werden – mit Erfolg, denn schon bald gehört das Unternehmen zur Spitzengruppe der deutschen Hydraulikzylinder Hersteller.

Meilensteine

HUNGER Hydraulik Lösungen – Weltweit erfolgreich in Betrieb